Bürgerbeteiligung.
Demokratie ist mehr als alle vier Jahre ein Kreuz machen. Wer mitgestalten will, muss es können – echt, digital, transparent und ohne Gremiendschungel.
Viele Menschen fühlen sich von Politik abgehängt.
Das ist keine Übertreibung. In Umfragen sagen immer mehr Menschen, sie haben das Gefühl, dass ihre Meinung keine Rolle spielt. Nicht weil Demokratie schlecht wäre – sondern weil die Beteiligungsformen veraltet sind.
Sitzungen um 19 Uhr an einem Dienstag, in einem Raum, in dem man ohnehin nicht sprechen darf. Online-Portale, die aussehen wie 2003. Formulare, die man ausdrucken, unterschreiben und einschicken muss.
Das schreckt ab. Besonders junge Menschen, Familien und alle, die viel zu tun haben.
„Ich sitze im Sitzungssaal und sehe, wie über Bürger entschieden wird – ohne dass jemand gefragt hat. Das Ergebnis: Misstrauen, Widerstand, verlorene Zeit. Wer vorher fragt, muss hinterher nicht erklären.“Skade Niquet, Stadtverordneter Husum & FDP Landtagskandidat
Was ich konkret will.
Digitale Bürgerbeteiligung
Online-Konsultationen, digitale Abstimmungen zu Sachfragen, offene Kommentarverfahren bei Planungsprozessen. Beteiligung darf nicht von Anwesenheit abhängen.
Ratsinformationen wirklich zugänglich machen
In Husum gibt es ein Ratsinformationssystem – das ist gut. Aber wer es findet, hat schon gewonnen. Drucksachen, Protokolle und Beschlüsse müssen so aufbereitet sein, dass normale Menschen sie lesen können. Nicht nur Verwaltungsmenschen.
Bürgeranträge vereinfachen
Wer eine Petition oder einen Bürgerantrag einreichen will, soll das online tun können – ohne Formular, ohne Notariat, ohne komplizierte Hürden.
Jugendräte – oder gar nicht
Ein Jugendrat, der keine echten Rechte hat, ist schlimmer als keiner. Er erzeugt den Eindruck von Beteiligung, ohne sie zu liefern. Wenn Jugendräte kommen, dann mit Antragsrecht, eigenem Budget und direktem Zugang zur Stadtvertretung. Alles andere ist Theater.
Direkter Zugang zu Mandatsträgern
Ich beantworte Nachrichten selbst. Nicht mein Büro, nicht ein Assistent. Direktheit ist kein Wahlkampfversprechen, das ist meine Arbeitsweise.
Kommunikation auf Augenhöhe
Verwaltungsdeutsch verstehen nur Verwaltungsmenschen. Beschlüsse, Pläne und Berichte müssen in verständlicher Sprache kommuniziert werden – auf allen Kanälen.
Ich sitze innen. Und ich öffne Türen.
Als Stadtverordneter und Kreistagsabgeordneter sitze ich täglich in genau den Strukturen, die ich kritisiere. Das ist kein Widerspruch: Nur wer drin ist, kann von innen heraus verändern.
Ich erlebe, wie Beschlüsse zustande kommen – und wie wenig die meisten Menschen davon mitbekommen. Ich erlebe, wie Menschen bei Bürgerfragestunden brave Minuten reden dürfen und dann doch nichts passiert.
Das will ich ändern. Nicht durch große Reformen – sondern durch konsequente Transparenz, digitale Zugänge und eine Haltung, die echte Beteiligung meint und nicht nur simuliert.
Hast du eine Idee? Oder einen Kritikpunkt?
Beides ist willkommen. Demokratie bedeutet Dialog – auch unbequemer.
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