Wer ich bin – und warum das relevant ist
Ich bin 22, komme aus Husum und kandidiere 2027 für den Landtag in Schleswig-Holstein. Das klingt nach einer typischen Politikerbiografie. Ist es aber nicht – jedenfalls nicht so, wie ich es meine.
Ich bin kein Berufspolitiker, der irgendwann entschieden hat, Politiker zu werden. Ich habe mit 16 ein Unternehmen gegründet, weil mich die Theorie langweilte und ich ausprobieren wollte, wie das echte Leben funktioniert. Mit 19 bin ich in die Stadtvertretung gewählt worden, weil mich die Kommunalpolitik in Husum ehrlich frustriert hat – und ich dachte: Na dann mach ich's halt besser.
Das ist mein Antrieb. Nicht Karriere, nicht Parteilogik. Sondern das echte Interesse daran, dass Dinge funktionieren. In Nordfriesland. Jetzt.
„Politik muss Probleme lösen, nicht verwalten. Wer das sagt, muss auch bereit sein, selbst die Ärmel hochzukrempeln.“
Herkunft & Hintergrund
Aufgewachsen bin ich in Schobüll / Husum. Kreisstadt, Nordseeküste, 25.000 Einwohner, bekannt für den Herbststurm und Theodor Storm. Ich kenne das Gefühl, wenn der Zug nach Kiel ausfällt, wenn das Handy zwischen Husum und Niebüll das Signal verliert und wenn man als junger Mensch merkt: Die Region läuft nicht von selbst – sie braucht Leute, die etwas draus machen.
Ich habe mich entschieden, einer dieser Leute zu sein.
Mein beruflicher Weg
2020 – NIQ MEDIA
Mit 16 habe ich NIQ MEDIA gegründet – eine Social-Media-Agentur, mit der ich Kunden aus ganz Norddeutschland betreut habe. Was ich dabei gelernt habe: wie man Projekte strukturiert, wie man mit Kunden kommuniziert, wie Finanzamt und Bürokratie einen Selbstständigen auf Trab halten. Und: wie digitales Marketing wirklich funktioniert, nicht nur in der Theorie.
NIQ MEDIA gibt es heute nicht mehr – die Erfahrung daraus schon. Als Marketing Manager arbeite ich heute an Kampagnen, Marken und digitalen Projekten. Ich kenne beide Seiten: den Unternehmer, der gegen Bürokratie kämpft – und die Institution, die diese Bürokratie macht.
Studium: Wirtschaftspsychologie B.Sc.
Berufsbegleitend studiere ich an der IU Internationalen Hochschule Wirtschaftspsychologie im Bachelor of Science. Das Studium vermittelt mir, wie Menschen Entscheidungen treffen, was Organisationen wirklich antreibt und warum Kommunikation oft scheitert – obwohl alle Beteiligten das Gleiche wollen.
Diese Kombination – praktische Erfahrung aus dem Digitalen plus wissenschaftliche Grundlagen aus der Verhaltenspsychologie – ist mein USP. Nicht Parteikarriere, nicht Juristen-Hintergrund. Sondern echte Kompetenz in den Bereichen, die 2027 wirklich zählen.
Politisches Engagement
2021 bin ich der FDP und den Jungen Liberalen beigetreten. Nicht weil ich irgendwo eingeladen wurde, sondern weil Freiheit und Pragmatismus für mich keine Wahlkampfworte sind, sondern echte Haltungen.
Stadtvertretung Husum
Bei der Kommunalwahl 2023 bin ich direkt in die Stadtvertretung Husum gewählt worden – als einer der jüngsten Stadtverordneten in der Geschichte der Stadt. Was ich seitdem dort mache: Konkrete Anträge, unbequeme Fragen, Transparenz einfordern. Nicht immer beliebt. Aber das war nie der Plan.
Kreistag Nordfriesland
In den Kreistag Nordfriesland bin ich nachgerückt. Das bedeutet: Ich bin nicht seit Beginn der Wahlperiode dabei, sondern auf einem Platz nachgezogen, der frei wurde. Das ändert nichts daran, wie ich die Arbeit mache – nämlich ernst.
Vorsitzender FDP Husum
Seit meiner Wahl zum Vorsitzenden des FDP-Ortsverbands Husum habe ich mitgeholfen, den Verband zu modernisieren. Neue Mitglieder, neue Strukturen, neue Energie. Das ist kein Selbstzweck – eine starke FDP vor Ort ist die Basis für alles andere.
Vorsitzender Landesfachausschuss Digitales & Medien
Als Vorsitzender des Landesfachausschusses Digitales & Medien der FDP SH beschäftige ich mich auf Landesebene mit digitalpolitischen Fragen. Was ich dort einbringe: Praxiswissen. Nicht Positionspapiere, die niemand liest.
Warum ich kandidiere
Es gibt genug Leute, die reden. Ich will einer sein, der etwas verändert. Der Landtag ist der richtige Ort dafür – mit den richtigen Themen für Nordfriesland: Digitalisierung, wirtschaftliche Freiheit, Mobilität, die wirklich funktioniert, und Bildung, die zukunftsfähig ist.
Ich bringe mit, was viele Berufspolitiker nicht haben: echte Erfahrung aus dem digitalen Alltag, unternehmerisches Denken und die Bereitschaft, Dinge anders zu machen als bisher.
„Mein Ziel ist kein Landtagsmandat als Karrierestufe. Mein Ziel ist, dass Nordfriesland nach 2027 besser dasteht als vorher. Das ist der einzige Maßstab, der zählt.“
Meine politische Haltung
Sechs Themen, an denen ich mich messen lasse – von der Westküste bis in den Landtag.
Wohnraum schaffen
Bauanforderungen senken, Genehmigungen beschleunigen (Genehmigungsfiktion nach Fristablauf), mehr Bauland ausweisen, Azubi-Wohnheime fördern, Leerstand aktivieren. Keine Mietpreisbremsen – die verknappen Wohnraum, statt ihn zu schaffen.
Bildungsaufbruch
Kitas als Bildungseinrichtungen mit mehr Sprachförderung. Zurück zum dreigliedrigen Schulsystem – Hauptschule, Realschule, Gymnasium mit klarem Profil. Leistung muss sich wieder lohnen, Noten müssen aussagekräftig sein. Lehrkräfte brauchen mehr Zeit für Unterricht statt Bürokratie. Individuelle Lernwege – ähnlich einem Vorstudium mit eigenen Themenschwerpunkten. Schulen richtig ausstatten: stabiles WLAN, geschulte Lehrkräfte, Medienkompetenz als Pflichtfach.
Westküsteninfrastruktur
Marschbahn Westerland–Hamburg endlich zuverlässig. A23 verlängern oder B5 nördlich von Husum dreistreifig ausbauen. A20 endlich bauen, damit die Westküste Richtung Südwesten nicht länger im Hamburger Stau steckt. Das Auto ist in Nordfriesland Realität, nicht Feind – Straßen und Ladeinfrastruktur statt Verbote. Insel- und Halligfähren als Daseinsvorsorge sichern.
Sicherheit & Schutz von Frauen
Mehr Polizei auch auf dem Land, mehr Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, damit Anzeigen nicht im Sand verlaufen. Mehr Frauenhausplätze statt Wartelisten. Wegweisungsrecht und Kontaktverbote konsequent anwenden, Prävention an Schulen stärken.
Digitalisierung & Staatsmodernisierung
Glasfaser bis ins letzte Dorf und auf die Halligen, lückenloser Mobilfunk. Alle Behördengänge online, ohne Medienbruch. Doppelstrukturen abbauen, Zuständigkeiten klären, Prozesse standardisieren. Gemeinsame IT-Sicherheit für Kommunen statt 30 Insellösungen.
Faire Ordnung der Migration
Asylbewerberzahlen reduzieren: schnellere Verfahren, konsequente Rückführungen statt Duldungsketten, Schutz nur im geordneten Verfahren. Arbeitsmigration attraktiver machen: Fachkräfte für Pflege, Handwerk und Technik ausdrücklich willkommen. Wer bleibt, muss ankommen – Sprache, Arbeit, Regeln. Null Toleranz bei Gewalt und Antisemitismus.
Privat – weil das auch zählt
Ich bin direkt. Manchmal zu direkt – das wissen alle, die mich kennen. Ich mag Musik, interessiere mich für Technologie weit über den Job hinaus und habe eine Schwäche für schlechte Witze. Statt Politiker-Gelaber haue ich auch mal einen raus. Stumpf ist eben manchmal Trumpf.
Ich bin Christ – freikirchlich, pfingstlich geprägt. Mein Glaube an Jesus ist für mich kein Wahlkampfthema, aber er ist Teil davon, wer ich bin: Er gibt mir Halt, einen klaren Kompass und die Gelassenheit, auch mal danebenzuliegen. Politik mache ich für alle – unabhängig davon, was jemand glaubt oder nicht.
Nordfriesland ist mein Zuhause. Nicht weil ich keine Wahl hätte, sondern weil ich hier aufgebaut habe, was mir wichtig ist. Das bleibt so.
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